Erstellungsdatum: 11/2000 letzte Änderung: 13/02/2004



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"Hein der Lausbub"

... besucht die CF-Ambulanz der Ruhrlandklinik in Essen



Hallo meine lieben Kid´s und ein grosses Hallo auch an alle "Hein der Lausbub" Fan´s !

Heute bin ich mit meinem Chef (dem Udo) und mit Thomas Malenke nach Essen-Heidhausen gefahren. Wir haben dort eine grosse CF-Ambulanz besucht, die nur für erwachsene Patienten zuständig ist. Oben auf dem Foto seht Ihr Thomas, Udo und mich vor der Ruhrlandklinik. Die Ruhrlandklinik liegt zwischen Essen-Werden und Velbert in Nordrhein- Westfalen. Sie liegt ausserhalb der Stadt in einem sehr schönen Tal. Wir haben uns heute mit Frau Dr. Sroka verabredet, die ich interwieven werde, um Euch den Ablauf in einer solchen Erwachsenen-Ambulanz zu erklären.

Hier seht Ihr Frau Dr. Sroka und mich beim Interwiev. Ich muss Euch gestehen, sie ist wirklich sehr sehr nett, und sie hat auch alle meine Fragen beantwortet. Also, wenn Ihr gross seid, dann freut Euch schon mal auf den Ambulanzbesuch. So nun geht es aber mächtig los mit der Fragerei....

Frau Dr. Sroka wieviel Ärzte gibt es auf dieser Station ? Ja Hein, es gibt 2 feste Ärzte in der Ambulanz und immer einen Arzt, der ausgebildet wird. Unser Chefarzt ist der Prof. Dr. Konietzko. Wir haben auch einen Oberarzt, das ist der Dr. Steveling.
Ohhh, das sind aber viele Ärzte. Gibt es auch Schwestern und Pfleger auf dieser Station ? Aber natürlich Hein, unsere Patienten werden von 2 Pflegern und 6 Schwestern rund um die Uhr versorgt. Ausserdem gibt es noch eine Physiotherapeutin und Ernährungsberaterinnen.

Hier auf dem Foto seht Ihr Frau Dr. Sroka mit einigen Ihrer Pfleger und Schwestern und ich bin natürlich auch auf dem Foto. Nun Frau Dr. Sroka, seit wann gibt es diese Ambulanz denn schon ? Ja Hein, Frau Herzog hat diese Abteilung 1997 eingeweiht, und wir betreuen ca. 80 Mukoviszidose Patienten bis zu 4 mal jährlich hier in dieser Ambulanz. Unsere Station hat 10 Zimmer. Pro Zimmer wird ein Cf´ler untergebracht. So kann sich der Patient nicht mit den Keimen der anderen Patienten anstecken. Wenn der Patient sein Zimmer verlässt, muss er einen Mundschutz tragen. Jedes Zimmer hat auch einen Fernseher. Dieses Gerät können die CF´ler natürlich kostenlos benutzen. Es gibt auch einen Sportraum. Hier gibt es einen Fahrrad-Ergometer und andere Sportgeräte.

Thomas konnte es natürlich gar nicht abwarten und so sind wir mal schnell zwischendurch ein paar Meter auf dem "Standfahrrad" gefahren.

Aber Frau Dr. Sroka, wenn die Patienten hier so 14 Tage sind, wird denen denn nicht langweilig? Ach Hein, wir haben doch den grossen Speisesaal (da hat übrigens jeder seinen eigenen Tisch). Dort steht ein Kicker, ein Billardtisch und auch eine Dartscheibe. Ausserdem gibt es auch Gesellschaftsspiele.

Natürlich haben wir uns das auch direkt mal angesehen. Thomas hat mit Frau Dr. Sroka Tischfussball gespielt. Ausserdem haben die Patienten noch eine eigene Küche, die sie benutzen können.

Die Küche ist gross und hell. Da macht es bestimmt Spass drinn zu kochen. Ich, der Lausbub Hein, habe natürlich direkt in den Kühlschrank geschaut. Bohhhhhh, der ganze Kühlschrank war voller Frisubin-Flaschen. Frau Dr. Sroka hat mir direkt eine geschenkt, weil ich die so gerne mag.

Hmmmmm, tut das gut. Da sind viele viele Kalorien drinn. Das macht stark ! Ist es denn immer voll in Ihrer Ambulanz ? Sind die Zimmer immer alle belegt ? Das ist im Jahr verschieden Hein. Im Herbst und Winter ist die Abteilung immer gut belegt. Im Frühjahr und im Sommer eher nicht so viel. Wie lange bleibt denn ein CF´ler so im Durchschnitt hier in der Klinik ? Ohhh Hein, das sind meist so 14 Tage. Wir können ja mal einen Patienten besuchen. Ohhhhh ja Frau Dr. Sroka, gerne....

Hier sind wir im Zimmer von Paul Brosamer. Ich durfte sogar auf seinem Bett sitzen. Ich habe ihm auch erklärt, warum ich den Kindern alles über Mukoviszidose erkläre. Paul hatte gerade mit der Physiotherapeutin Autogene Drainage gemacht. Das habe ich Euch ja schon auf einer Extraseite gezeigt und erklärt. Ihr glaubt es kaum, Antje Wienert hat mich an der Hand genommen und mit mir eine Übung auf dem Petziball gemacht.

Aber hallo, ich sage Euch, dass ist ganz schön schwer. Hinterher habe ich gedacht, ich hätte einen Knoten in den Beinen.

So, Frau Dr. Sroka, ich habe aber noch mehr Fragen. Werden hier auch Lungen transplantiert? Bisher 3 mal Hein. Die Operationen werden aber in der Uni-Klinik in Essen gemacht. Dort operiert ein Doktor, der aus Heidelberg zu uns gekommen ist. Nur die Nachsorge ist dann in unserem Hause. Das ist ja interessant Frau Dr. Sroka !

Wird Ihre Ambulanz auch durch Geld- und Sachspenden unterstützt ? Ja Hein, die CF-Selbsthilfe in Köln und die Regionalgruppe Bergisch-Land des Mukoviszidose e.V. unterstützt uns sehr. Wir bekommen auch Sachspenden von Firmen. Zum Beispiel haben wir den Fahrrad-Ergometer geschenkt bekommen. Ausserdem haben wir ein Spendenkonto:

Deutsche Ärzte- und Apothekerbank Essen
BLZ 360 606 10
Kto.040 205 8774
Unterkonto CF

Gibt es denn noch andere spezielle Ambulanzen für Erwachsene? Ja, wir sind nicht die einzige Ambulanz. Es gibt noch welche in Frankfurt, Hannover und Freiburg.

Wie alt müssen die Patienten denn sein, um hier untersucht zu werden? Hein, wir nehmen Patienten ab dem 17. Lebensjahr hier in der Ambulanz auf und der älteste Patient ist 46 Jahre. Ohhhhh Frau Dr. Sroka, dann ist der ja genau so alt wie mein Chef der Udo.....toll !!!

Ich habe ja als Hein der Lausbub schon über Gentherapie bei CF berichtet. Wie lange dauert es noch, bis die Kinder und jugendlichen Patienten damit behandelt werden können? Das wird wohl noch 10 Jahre dauern lieber Hein, dann wird es vielleicht so weit sein. Arbeiten Sie auch mit anderen Kliniken zusammen? Ja Hein, wir arbeiten mit der Uni-Essen, der Uni-Frankfurt und der TX Klinik in Homburg an der Saar zusammen.

Frau Dr. Sroka, sie kennen doch das Mukoland. Glauben Sie, dass ich Kindern mit meinen Reportagen helfen kann? Aber ganz bestimmt Hein, die Kinder erfahren so schon fast alles über CF und die Behandlung. Hat die Ambulanz schon einen Internetanschluss? Nein Hein, der Rechner ist schon da, aber wir sind noch nicht angeschlossen. Ich werde mir die neuen Seite von Dir aber bestimmt anschauen.

Hein, ich habe eine Bitte an Deine Leser. Ja bitte Frau Dr. Sroka. Ich hätte gerne viele bunte Kinderbilder gemalt von Deinen Muko-Kindern, um sie hier im Flur aufzuhängen. Das ist kein Problem Frau Dr. Sroka, also Kinder aufgepasst: Malt doch einfach mal ein paar schöne bunte Bilder und schickt diese dann ans Mukoland. Die Adresse lautet wie folgt:

Udo Grün
Stichwort -Hein der Lausbub-
Kirchenfelder Weg 40
42327 Wuppertal

Ich werde dann alle Bilder an Frau Dr. Sroka weiterleiten. Hein, Du hast nun die Ambulanz gesehen, wie gefällt sie Dir und würdest Du wieder zu mir kommen ? Aber na klar Frau Dr. Sroka. Hier ist es doch schön, Sie und die Schwestern und Pfleger sind nett und der Kühlschrank ist doch auch immer voll leckerer Sachen.

Thomas und ich haben dann noch kurz bevor Thomas untersucht wurde die Silke Schmitz besucht. Sie ist 26 Jahre jung und verheiratet. Sie hat sich sogar mit mir fotografieren lassen. Dabei hat sie mir die Sonnenbrille gemopst. Ich habe sie aber wiederbekommen nach dem Foto. Die war auch voll nett....

Silke ist gerne hier. Sie sagte die Zimmer sind ok....man ist alleine im Zimmer und hat Fernsehen. Das Essen ist auch gut und die Ärzte sind nett. Na prima Silke, das freut mich aber. Als wir das Zimmer verlassen haben mussten wir uns wieder die Hände gut desinfizieren.

Dadurch werden keine Keim mit hinausgeschleppt. Die Ärzte machen das auch bevor sie das Zimmer betreten. So werden die Keime des einen Patienten nicht auf den anderen Patienten übertragen.

So, nun wollen wir aber noch sehen, welche Untersuchungen bei Thomas gemacht wurden. Frau Dr. Sroka, was machen wir denn zuerst ? Ja Hein, als erstes nehmen wir mal beim lieben Thomas Blut ab, um zu sehen, ob es eine Entzündung im Körper gibt.

Ohhhhh Thomas, hast Du Angst? Komm, ich gebe Dir solange meine Kappe, dann ist alles halb so schlimm. Frau Dr. Sroka hat die Vene am Arm gestaut und nach einem kleinen Piekser lief das Röhrchen voll Blut. Das wird dann im Labor der Klinik untersucht.

Nun musste Frau Dr. Sroka sich noch die Lunge von Thomas ansehen. Dazu mussten wir in den Röntgenraum. Die Dame dort war sehr nett und ich durfte Thomas die Hand halten. Dabei ist Röntgen überhaupt nicht schlimm. Man merkt rein garnichts davon.

Thomas musste sich nur den Oberkörper frei machen und dann wurde eine Röntgenfotoaufnahme von Thomas Lunge gemacht. Die Röntgenstrahlen können nämlich in den Körper reinschauen.

Wir sind dann mit dem Foto nach Frau Dr. Sroka gegangen.

Die hat dann die Aufnahmen in einen Lichkasten gegeben und wir konnten uns dann Thomas Lunge genau ansehen. Sie hat uns dann auch die Stellen gezeigt, die nicht mehr so ganz gesund aussahen. Das war unheimlich interessant.

Danach hat uns Frau Dr. Sroka in das Lungenfunktionslabor geschickt.

Boooooooo, der Udo hat ja schon Computer, aber was da rummstand, war schon toll. Also, der Thomas musste in einen kleinen Glaskasten. Er bekam eine Nasenklammer auf und ein Mundstück in den Mund. Nun musste er genauso atmen wie die Dame es ihm über Lautsprecher sagte. Tief aus.....tief ein.... mit einem Stoss kräftig aus und aus aus aus...
So wie der Thomas atmete, wurde alles auf dem Computer gezeichnet. Man kann dann alles genau ausmessen. Wieviel Luft reingeht, wieviel rausgeht, wieviel Liter er in einer Sekunde mit einem Stoss ausatmen kann und vieles mehr.

Hier schauen wir uns schon mal die Ergebnisse auf dem Rechner an. Die Ergebnisse wertet dann Frau Dr. Sroka hinterher zusammen mit den anderen Ergebnissen aus. So kann sie genau sehen, wie es dem Patienten Thomas geht.

Zum Schluss musste der Thomas nochmal ins Ohr gepiekst werden. Es wurde eine Blutgasanalyse gemacht. Ohje, ein schweres Wort. Also zuerst wird etwas Salbe auf das Ohrläppchen gegeben. Dadurch wird das Ohr besser durchblutet. Nach ein paar Minuten gibt es einen kleinen Pieks mit der Lanzette. Ein, zwei Tröpfchen Blut werden in ein ganz kleines Glasröhrchen gegeben.

Der Computer links neben Thomas Kopf saugt das Blut in sich ein und misst, wieviel Sauerstoff in Thomas Blut ist. Je höher dieser Wert ist, um so besser ist das Blut mit Sauerstoff versorgt.

Danach sind wir wieder zu Frau Dr. Sroka. Die hat dann alles mit Thomas besprochen. Und das Beste ist......er hat überhaupt bei keiner Untersuchung geweint. Naja, ich war ja auch überall dabei und es war auch gar nicht schlimm. Ausserdem wird auch immer noch das Sputum untersucht. Da wird nach bösen Keimen geforscht. Das Herz wird mit einem EKG und dem Herzecho nur 1 mal im Jahr untersucht. Deshalb können wir das heute nicht beschreiben.

So liebe Frau Dr. Sroka, dass war ein toller Tag in Ihrem Krankenhaus. Ich habe viel gelernt und werde das mit meinem Chef alles den Kindern im Mukoland erzählen. Thomas, Udo und ich möchten uns herzlich bei Ihnen bedanken. Ich komme bestimmt bald mal wieder vorbei....etwas plaudern und einen Vanilleshake trinken, wenn ich darf. Aber klar Hein, kein Problem, ich und mein Team freuen uns drauf. Es hat auch uns Spass gemacht...

Also bis dann......Euer "Hein der Lausbub"