Erstellungsdatum: 13/02/2002 letzte Änderung: 13/02/2004



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Hein erklärt das Herzecho


Liebe Mukoland-Kid´s !

In Eurem Körper gibt es unter anderem 2 ganz wichtige Organe. Zum einen ist es das Herz, daß Euer Blut durch den Körper pumpt. Zum anderen ist es die Lunge, die Euer Blut mit Sauerstoff versorgt. Wenn die Lunge durch eine Krankheit, z.B. durch die Mukoviszidose, nicht mehr richtig funktioniert, dann wird das Blut nicht mehr richtig mit Sauerstoff versorgt und der Sauerstoffspiegel im Blut sinkt. Das Gehirn des Menschen merkt dies und sagt dem Herzen: "Hey Herz, es ist zuwenig Sauerstoff im Blut ! Du mußt schneller schlagen und pumpen, damit mehr Sauerstoff ins Blut gelangt!" Das Herz macht das natürlich auch. Sobald Euer Körper belastet wird, z.B. im Sportunterricht, wird das Herz noch schneller angetrieben. Durch diese große andauernde Anstrengung des Herzens muß man sehr aufpassen, daß das Herz nicht auch einen Schaden bekommt. Man spricht dann von einer Rechtsherzbelastung. Durch die große Anstrengung beim Pumpen kann sich die rechte Herzhälfte vergrößern. Aber groß heißt in dem Fall nicht gut, sondern das Herz wird krank.

Mein Chef der Udo ist ja mit 47 Jahren schon ziemlich alt, und seine Lunge ist auch schon ziemlich kaputt. Deshalb bekommt Udo bald eine neue Lunge. Während der Wartezeit auf ein neues Organ muß der Udo alle 6 Monate in Hannover untersucht werden. Nun war er gerade wieder dort. Frau Dr. Heilmann hat ihm am Ende gesagt, daß er sein Herz nochmal in Düsseldorf untersuchen lassen soll. Es soll ein neues Herzecho gemacht werden. Dabei kann man das Herz auf einem Computermonitor genau sehen. Es ist gerade so, als könne man in den Körper hineinsehen.




Auf dem Foto oben seht Ihr die "Maschine", es ist ein Herzechogerät. Die Untersuchung wurde von dem Physiker Herrn Pölitz gemacht. Herrn Pölitz seht Ihr oben rechts auf dem Foto. Hey Kid´s der war voll nett zum Udo. Udo war ja heute in der Uniklinik, und ich durfte ihn begleiten, um Euch nun alles genau zu erklären. Vielleicht muß bei Euch auch mal eine solche Untersuchung gemacht werden. Das ist gar nicht schlimm und tut auch überhaupt nicht weh, aber das werde ich Euch nun ganz genau erklären:

Stellt Euch mal vor, Ihr sprecht mit Euren Freunden. Dann hört Ihr die Töne, wenn Ihr Euch normal unterhaltet. Fangt Ihr laut an zu kreischen, so das es in den Ohren schon weh tut, dann werden die Töne in der Tonlage immer höher. Es gibt Sängerinnen, die können in einer so hohen Tonlage singen, daß sogar ein Glas zerspringen kann. Man spricht dann von Ultraschalltönen. Diese hohen Töne kann der Mensch nicht mehr hören und auch nicht sehen. Ähnliche Schalltöne, allerdings mit einer sehr niedrigen Frequenz, machen sich die Leute zu Nutzen, die in einem U-Boot fahren. Also, mit einem U-Boot kann man ja sehr tief tauchen. In den großen Tiefen des Meeres ist es stockdunkel. Da muß der Steuermann ja wissen, ob er irgendwann ein Hindernis vor sich hat. Da es sehr dunkel ist, kann er überhaupt nichts sehen. Er hat deshalb ein Sonargerät an Bord. Es funktioniert ähnlich wie ein Herzechogerät. Vorne am U-Boot ist eine Art Antenne, die Schallwellen aussendet. Das Gerät sendet eine kurze Zeit und geht dann eine kurze Zeit auf Empfang. Fährt das U-Boot auf ein Hindernis zu, dann prallen diesen Schallwellen auf das Hindernis. Die Schallwellen prallen an dem Hindernis ab und werden wieder zurückgeworfen. Die Antenne am U-Boot empfängt die Signale. Der Computer berechnet aus diesen Signalen ein genaues Bild des Hindernisses. Es sagt dem Steuermann auch, in welcher Entfernung und wie groß dieses Hindernis ist. Beim Herzechogerät ist es fast genauso. Der Doktor kann mit Hilfe des Gerätes in Euren Körper hineinsehen, so kann er von dem Computer ein genaues Bild Eures Herzens auf den Bildschirm zeichnen lassen. Ich war dabei, und der Udo hat von der ganzen Untersuchung überhaupt nichts gespürt. Das ist toll, was ? Also nun mal ganz langsam und alles der Reihe nach. Das Herzechogerät besteht aus einem Computer, einem Bildschirm, einem Drucker und dem Ultraschallkopf. Der Patient, also der Udo, musste sich mit nacktem Oberkörper auf die linke Körperseite legen. Der Doktor sitzt hinter ihm. Er hat den Ultraschallkopf in der Hand. Der ist durch ein Kabel mit dem Computer verbunden. Der Doktor hält den Ultraschallkopf an Udo´s Brust, direkt vor das Herz. Damit der Schallkopf eine bessere Verbindung zur Haut hat, wird auf den Ultraschallkopf ein Gel aufgetragen. Das seht Ihr hier groß im Bild.




Dann drückt Herr Pölitz den Ultraschallkopf gegen Udo´s Brust. Uhhhhhhhhhh, ist das kalt.




Herr Pölitz schaltet nun das Gerät ein. Ultraschallwellen dringen in Udo´s Körper ein, ohne das er überhaupt etwas davon merkt. Die Wellen gehen durch die Haut und treffen das Herz. Sofort prallen die Wellen ab und die zurückgeworfenen Ultraschallwellen werden von dem Meßkopf, den Herr Pölitz in der Hand hält, empfangen.




Udo musste bei der Untersuchung so atmen, wie es ihm Herr Pölitz gesagt hat. Die Wellen werden über das Kabel dem Herzechocomputer weitergeleitet. Der beginnt sofort mit der Auswertung und der Berechnung der Daten. Er zeichnet daraus ein genaues Bild des Herzens auf den Monitor. Man sieht sogar, wie das Herz schlägt und wie das Blut hindurchgepumpt wird. Man achtet auf die Größe der Herzkammern, besonders auf die Größe der rechten Herzkammer. Auch kann er erkennen, ob die Herzklappen einwandfrei arbeiten. Die rechte Herzkammer sollte normal groß sein. Wenn die rechte Herzkammer durch die viele Pumperei schon größer geworden ist, dann spricht man von einer Rechtsherzbelastung. Das Herz hat sich dann krankhaft verändert. Man kann auch die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes im Herzen feststellen. Hier nutzen die Wissenschaftler und Ärzte den "Dopplereffekt". Wenn das Blut auf den Sensorkopf zufließt, werden die Wellenberge in kürzeren zeitlichen Abständen zurückgeworfen, als wenn es wegfliesst. Der gleiche Effekt bewirkt, dass ein Martinshorn höher klingt, wenn das Polizeiauto auf einen zufährt, und tiefer, sobald es wegfährt. Aus dieser Veränderung des Schalls kann das Gerät errechnen, wie das Blut fliesst. Hier seht Ihr nun, wie ein Bild des Herzens auf dem Drucker ausgedruckt wird.




Im Anschluss an die Untersuchung schreibt der Doktor einen Bericht über den Zustand des Herzens. Das Foto wird zusammen mit dem Bericht über Udo´s Herz nach Hannover geschickt. Das Foto von Udo´s Herzen habe ich Euch extra mal eingescannt. Ihr könnte es hier sehen...




Diesmal wurden die Fotos zu dem Bericht nicht von Anne gemacht. Nein, diesmal hat der Oberarzt Dr. Schwalen eigenhändig zur Kamera gegriffen, damit ich Euch diese völlig schmerzfreie Untersuchung erklären kann. Ich hoffe, daß Ihr alles verstanden habt. Wenn nicht, kein Problem, Ihr kennt ja meine E-Mail Adresse. Fragt einfach nach...


Mail an den Mukolandgehilfen "Hein der Lausbub"


Achja, hier seht Ihr nun noch mich und Dr.Schwalen in der Ambulanz der Uni Düsseldorf. Er hatte gleich gemerkt, daß ich etwas erkältet war. Schnell hat er mich noch abgehorcht. War aber alles soweit ok ! Vielen Dank Dr. Schwalen, daß wir diesen Bericht machen durften. Auf dem rechten Foto seht Ihr noch Frau Cettolin. Sie macht schon seit über 10 Jahren beim Udo den Lungenfunktionstest. Zu der durfte ich auch noch schnell. Wir sitzen hier in der Ambulanz an dem Lungenfunktionscomputer.




Also bis dann und schüssssssssssssssssssss
Euer "Hein der Lausbub"